Rettungsstation am Lerchenauer See in München

Bei dem vorgestellten Neubau einer Wasserrettungsstation in München handelt es sich um ein Projekt, das exemplarisch zeigt, wie funktionale Zweckerfüllung und gestalterischer Anspruch auch bei sehr geringem zur Verfügung stehenden Budget optimal erfüllt werden können. Wesentlich hierzu trägt das architektonische Gesamtkonzept bei, welches starken Bezug auf die Gegebenheiten des Ortes nimmt und auf dem basierend Holz und Beton als konstruktive und gestaltgebende Materialien gewählt wurden.

Der Neubau entstand am südlichen Ufer des Lerchenauer Sees im Bereich der Uferböschung. Die konzeptionelle Ausrichtung des Gebäudes senkrecht zu den Höhenlinien und zur Uferkante, sowie die Bezugnahme auf die Höhenunterschiede des Geländes ermöglichen eine optimale Aufsicht vom Wachraum über den See. Vom Uferweg aus ebenerdig werden die Aufenthalts- und Einsatzräume erschlossen. Die Bootsgarage, welche direkt vom See aus bedient werden kann, schiebt sich als Untergeschoss in den Uferhang.

Dem funktionalen Aufbau folgt die Wahl der gestaltgebenden Materialien. Aus dem Hang heraus entwickelt sich ein geschosshoher Betonsockel, auf welchem in Holzständer-bauweise mit einer vertikalen Schalung aus Lärchenholz die Wachstation ruht. Große Holzschiebeelemente schließen das Gebäude, wenn die Station nicht besetzt ist. Die konstruktiven und bautechnischen Eigenschaften von Holz und Beton sowie die Wirkung und Haptik ihrer Oberflächen sind wesentlicher Bestandteil des architektonischen Gesamtkonzeptes. Holz und Stein sind die prägenden Elemente des Ortes - sie finden sich in der Rettungsstation wieder und spiegeln sich im Wasser des Sees.

Fertigstellung: 2016

Auszeichnungen:

Nominierung zum DAM Preis 2018

Auswahl für die Architekturen 2017

Bauherr:

Landeshauptstadt München

Maßnahme:

Neubau / Leistungsphasen 2-9

Freiflächen:

fischer heumann landschaftsarchitekten

Fotos:

Jann Averwerser Photography

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